Kalorienbedarf Rechner

Kalorienbedarf Rechner: Grundumsatz, Gesamtumsatz und Zielkalorien pro Tag

Der Rechner ermittelt aus Geschlecht, Alter, Größe, Gewicht, Alltagsaktivität und Sport, wie viele Kalorien Sie pro Tag verbrauchen und wie viele Sie essen sollten, um abzunehmen, Ihr Gewicht zu halten oder zuzunehmen.

Geschlecht
Ziel
Tempo (kg pro Woche)
Alltag & Beruf (ohne Sport)
Intensität

Zum Abnehmen

Zielkalorien–
Grundumsatz–
Gesamtumsatz–Erhaltungskalorien
Defizit–
BMI–

Zusammensetzung des Gesamtumsatzes

Grundumsatz
Ziel

    Gewichtsprognose nach Zeitraum

      Angaben für den Rechner: Gewicht, Größe, Alter und Ziel richtig eingeben

      Das Ergebnis ist nur so genau wie die Eingaben. Worauf es bei den Feldern ankommt:

      1. Gewicht: morgens nüchtern nach dem Toilettengang wiegen. Schwankt die Waage von Tag zu Tag um mehr als 1 kg, den Mittelwert aus drei bis sieben Messungen der letzten Woche eintragen.
      2. Größe: ohne Schuhe, in cm. Jeder Zentimeter verändert den Grundumsatz nach Mifflin-St Jeor um rund 6 kcal.
      3. Alter: in vollen Jahren. Zehn Jahre mehr senken den Grundumsatz um etwa 50 kcal.
      4. Aktivität: den PAL-Wert nach Beruf und Alltag ohne Sport wählen, wie in der Tabelle unten beschrieben.
      5. Sport: Stunden pro Woche und Intensität angeben; eine Woche mit drei Einheiten zu 45 Minuten sind 2,25 Stunden. Unter „Erweitert“ lassen sich bis zu drei Sportarten mit Minuten und Einheiten einzeln eintragen.
      6. Ziel und Tempo: Abnehmen, Halten oder Zunehmen wählen und das Tempo in kg pro Woche festlegen. Für die meisten Erwachsenen passen beim Abnehmen 0,25 bis 0,5 kg pro Woche.
      7. Körperfettanteil (optional, unter „Erweitert“): Nur eintragen, wenn der Wert verlässlich ist.

      Den Körperfettanteil messen Körperfettwaagen (Fehler oft 4 bis 5 Prozentpunkte, je nach Wasserhaushalt) oder die Umfangsmethode mit Maßband an Hals, Taille und bei Frauen zusätzlich Hüfte (Fehler etwa 3 bis 4 Prozentpunkte). Mit dem Wert lässt sich die Formel Katch-McArdle wählen, die über die Magermasse rechnet; die Umfangsmethode ist im Rechner eingebaut. Das macht das Ergebnis genauer bei sehr muskulösen Menschen und bei deutlichem Übergewicht, also dort, wo die Durchschnittsannahmen der anderen Formeln am stärksten abweichen.

      Aktivitätsniveau (PAL-Wert) bestimmen: Alltag und Beruf ohne Sport

      Der PAL-Wert gibt an, um welchen Faktor der Tagesverbrauch über dem Grundumsatz liegt. Die meisten Erwachsenen in Deutschland liegen bei 1,4 bis 1,6.

      PALTypischer TagesablaufBerufsbeispiele
      1,2fast nur Sitzen oder Liegen, kaum Wegeeingeschränkte Mobilität, lange Krankheit
      1,4sitzende Arbeit, Wege mit Auto oder Bahn, wenig Bewegung in der FreizeitBüro, IT, Verwaltung, Homeoffice
      1,6überwiegend Sitzen, zeitweise Gehen und StehenStudium, Labor, Berufskraftfahrer, Lehrkräfte
      1,8überwiegend Gehen und StehenVerkauf, Gastronomie, Pflege, Handwerk
      2,2körperlich schwere Arbeit über den ganzen TagBau, Landwirtschaft, Forst, Gerüstbau

      Sport wird im Rechner getrennt in Stunden pro Woche erfasst, damit er nicht doppelt zählt: Der PAL beschreibt nur Beruf und Alltag. Wer lieber pauschal rechnet, erhöht den PAL bei regelmäßigem Sport (vier- bis fünfmal pro Woche 30 bis 60 Minuten) um 0,3 und trägt dann keine Sportstunden ein. Im Zweifel die niedrigere Stufe wählen; zu hoch gewählte PAL-Werte sind der häufigste Grund, warum ein Defizit nicht wirkt.

      Kalorienverbrauch beim Sport: Richtwerte pro Stunde nach Sportart und Körpergewicht

      Die Werte zeigen den Verbrauch zusätzlich zum Ruheumsatz, berechnet als (MET − 1) × Körpergewicht × Stunden. Nur dieser Zusatz kommt zum Gesamtumsatz dazu.

      SportartMET60 kg75 kg90 kg
      Yoga (Hatha)2,590 kcal113 kcal135 kcal
      Spazieren, 5 km/h3,5150 kcal188 kcal225 kcal
      Krafttraining, moderat3,5150 kcal188 kcal225 kcal
      Walking, zügig4,8228 kcal285 kcal342 kcal
      Schwimmen, moderat5,8288 kcal360 kcal432 kcal
      Wandern6300 kcal375 kcal450 kcal
      Krafttraining, intensiv6300 kcal375 kcal450 kcal
      Radfahren, 16 bis 19 km/h6,8348 kcal435 kcal522 kcal
      Fußball, Freizeit7360 kcal450 kcal540 kcal
      Zirkeltraining, HIIT8420 kcal525 kcal630 kcal
      Joggen, 8 km/h8,3438 kcal548 kcal657 kcal
      Spinning8,5450 kcal563 kcal675 kcal
      Laufen, 10 km/h9,8528 kcal660 kcal792 kcal
      Fitnesstracker, Smartwatches und die Anzeigen an Laufband oder Crosstrainer überschätzen den Sportverbrauch oft um 20 bis 40 Prozent. Für die Planung gilt der Tabellenwert, nicht die Uhr.

      Kalorienbedarf berechnen: Rechenweg mit Beispiel

      Der Rechner geht in vier Schritten vor; jeder Schritt lässt sich von Hand nachrechnen.

      1. Grundumsatz nach Mifflin-St Jeor: 10 × Gewicht + 6,25 × Größe − 5 × Alter, für Männer + 5, für Frauen − 161.
      2. Mal PAL-Wert: Grundumsatz × PAL ergibt den Verbrauch durch Alltag und Beruf.
      3. Plus Sport: Sportstunden pro Woche × (MET − 1) × Gewicht, geteilt durch 7.
      4. Defizit abziehen oder Überschuss addieren: Das Ergebnis sind die Zielkalorien. Beim Abnehmen bleiben sie mindestens auf Höhe des Grundumsatzes.

      Beispiel: Frau, 40 Jahre, 170 cm, 75 kg, Bürojob, zwei Stunden zügiges Walking pro Woche, Ziel Abnehmen mit 0,45 kg pro Woche.

      SchrittRechnungErgebnis
      Grundumsatz750 + 1.062,5 − 200 − 1611.452 kcal
      Alltag, PAL 1,41.451,5 × 1,42.032 kcal
      Sport2 × (4,8 − 1) × 75 ÷ 7+ 81 kcal
      Gesamtumsatz2.032 + 812.113 kcal
      Zielkalorien2.113 − 5001.613 kcal

      1.613 kcal liegen 161 kcal über dem Grundumsatz, die Untergrenze ist also eingehalten. Ein Defizit von 500 kcal ergibt rechnerisch 500 × 7 ÷ 7.700 = 0,45 kg pro Woche. Die Zielkalorien verteilen sich auf 120 g Protein, 54 g Fett und 162 g Kohlenhydrate.

      Woraus sich der Kalorienbedarf zusammensetzt: Grundumsatz, Alltagsbewegung, Sport und Verdauung

      • Grundumsatz, 60 bis 70 Prozent: Energie für Organe, Atmung, Kreislauf und Körpertemperatur in völliger Ruhe. Bei sehr aktiven Menschen sinkt der Anteil auf etwa 50 Prozent.
      • Alltagsbewegung, etwa 15 bis 30 Prozent: Gehen, Stehen, Treppen, Hausarbeit, Gestikulieren. Dieser Teil schwankt zwischen Menschen mit gleichem Beruf um mehrere hundert kcal und sinkt in einer Diät oft unbemerkt.
      • Sport, meist 0 bis 10 Prozent: Eine Stunde Training liefert bei vielen weniger, als ein bewegter Alltag ausmacht.
      • Nahrungsinduzierte Thermogenese, etwa 10 Prozent: Energie für Verdauung und Verwertung. Protein kostet 18 bis 25 Prozent seiner Energie, Kohlenhydrate 4 bis 7 Prozent, Fett 2 bis 4 Prozent. Der PAL-Wert enthält diesen Anteil bereits.

      Gesamtumsatz minus Grundumsatz ergibt den Leistungsumsatz, also alles, was Bewegung und Verdauung zusätzlich kosten. Manche Rechner nennen das Produkt aus Grundumsatz und PAL fälschlich „Leistungsumsatz“; gemeint ist dann der Gesamtumsatz.

      Grundumsatz-Formeln im Vergleich: Mifflin-St Jeor, Harris-Benedict und Katch-McArdle

      FormelJahrBenötigte AngabenWofür sie passtTypische Abweichung
      Mifflin-St Jeor1990Geschlecht, Alter, Größe, GewichtStandard für heutige Erwachsene, auch bei Übergewichtbei 7 bis 8 von 10 Personen innerhalb ± 10 Prozent
      Harris-Benedict1919, Revision 1984Geschlecht, Alter, Größe, GewichtVergleich mit älteren Rechnern, die sie verwendenüberschätzt meist um einige Prozent, bei hohem Gewicht mehr
      Katch-McArdle1975Gewicht, Körperfettanteilsehr muskulöse Menschen mit verlässlich gemessenem Körperfetthängt an der Fettmessung: 5 Prozentpunkte Fehler verschieben das Ergebnis um rund 80 kcal

      Dieselbe Frau wie im Rechenbeispiel (40 Jahre, 170 cm, 75 kg, angenommen 32 Prozent Körperfett): Mifflin-St Jeor ergibt 1.452 kcal, Harris-Benedict im Original 1.493 kcal, in der Revision 1.495 kcal, Katch-McArdle mit 51 kg Magermasse 1.472 kcal. Mit PAL 1,4 multipliziert wächst der Abstand zwischen niedrigstem und höchstem Wert von 43 auf 60 kcal.

      Verschiedene Rechner zeigen aus vier Gründen unterschiedliche Werte: Sie nutzen andere Formeln, beschreiben die PAL-Stufen anders, zählen Sport einmal, doppelt oder gar nicht, und runden unterschiedlich. Abweichungen von 100 bis 300 kcal zwischen zwei Rechnern sind deshalb normal. Wichtiger als die Wahl der Formel ist, bei einer zu bleiben und das Ergebnis am Gewichtsverlauf zu prüfen.

      Durchschnittlicher Kalorienbedarf von Frauen und Männern nach Alter

      Richtwerte der DGE für die Energiezufuhr in kcal pro Tag bei Normalgewicht
      AlterFrau, PAL 1,4Frau, PAL 1,6Frau, PAL 1,8Mann, PAL 1,4Mann, PAL 1,6Mann, PAL 1,8
      19 bis unter 25 Jahre1.9002.2002.5002.4002.8003.100
      25 bis unter 51 Jahre1.8002.1002.4002.3002.7003.000
      51 bis unter 65 Jahre1.7002.0002.2002.2002.5002.800
      ab 65 Jahre1.7001.9002.1002.1002.5002.800

      Die Werte gelten für Menschen mit durchschnittlicher Größe und Normalgewicht. Der eigene Bedarf kann davon um mehrere hundert kcal abweichen, vor allem bei hohem Gewicht, viel Muskelmasse oder sehr kleiner oder großer Statur.

      Zielkalorien festlegen: Defizit, Erhalt oder Überschuss

      Die Zielkalorien ergeben sich aus dem Gesamtumsatz und dem gewählten Ziel. Ein Kilogramm Körperfett entspricht rund 7.700 kcal.

      Abnehmen: Kaloriendefizit von 300 bis 750 kcal und der Grundumsatz als Untergrenze

      Defizit pro Tagkg pro WocheWochen für 5 kg
      300 kcal0,2718
      500 kcal0,4511
      750 kcal0,687

      Die Zielkalorien sollen nicht dauerhaft unter den Grundumsatz fallen. Ein zu großes Kaloriendefizit zeigt sich an diesen Anzeichen:

      • Heißhunger, auch nach proteinreichen Mahlzeiten
      • Müdigkeit, Frieren, Kraftverlust im Training
      • Schlafstörungen und Reizbarkeit
      • Haarausfall, unregelmäßige Regelblutung, nachlassende Libido
      • Abnahme von mehr als 1 Prozent des Körpergewichts pro Woche nach den ersten zwei Wochen

      Die 7.700-kcal-Regel stimmt nur am Anfang. Mit jedem Kilo weniger sinkt der Verbrauch, der Körper spart zusätzlich Energie und bewegt sich unbewusst weniger. Bei gleicher Zufuhr schrumpft das Defizit, und die Abnahme wird langsamer, bis sich das Gewicht auf einem neuen Niveau einpendelt. Nach je 5 kg sollte der Bedarf deshalb neu berechnet werden.

      Gewicht halten: Erhaltungskalorien und der Übergang nach einer Diät

      Erhaltungskalorien entsprechen dem Gesamtumsatz beim aktuellen Gewicht. Nach einer Diät liegt dieser Wert unter dem Ausgangswert, weil weniger Körpermasse zu versorgen ist.

      1. Die Kalorien jede Woche um 100 bis 200 kcal erhöhen, ausgehend von den bisherigen Zielkalorien.
      2. Das Wochenmittel des Gewichts beobachten; 0,5 bis 1,5 kg mehr in der ersten Woche sind Wasser und Glykogen.
      3. Erhöhen, solange das Wochenmittel stabil bleibt, und stoppen, sobald es um mehr als 0,25 kg pro Woche steigt. Dann 100 kcal zurückgehen.

      Zunehmen und Muskelaufbau: Überschuss von 250 bis 500 kcal

      • Überschuss: 300 bis 500 kcal für Einsteiger im Krafttraining, 100 bis 250 kcal für Erfahrene. Mehr beschleunigt den Muskelaufbau nicht, sondern erhöht den Fettanteil.
      • Zunahme: Einsteiger bauen etwa 0,5 bis 1 kg Muskeln pro Monat auf, Erfahrene 0,1 bis 0,25 kg. Die Waage zeigt anfangs mehr, weil Glykogen Wasser bindet.
      • Training: Krafttraining drei- bis viermal pro Woche mit steigender Last setzt den Reiz; ohne ihn wird der Überschuss zu Fett.
      • Protein: 1,6 bis 2,0 g pro kg Körpergewicht, verteilt auf drei bis fünf Mahlzeiten.

      Makronährstoffe aus den Zielkalorien: Protein, Fett und Kohlenhydrate in Gramm

      Zuerst werden Protein und Fett festgelegt, die restlichen Kalorien füllen die Kohlenhydrate. Die Makronährstoffe ergeben sich so in Gramm pro Tag.

      ZielProtein pro kgFett-AnteilKohlenhydrate
      Abnehmen1,6 bis 2,2 g25 bis 30 Prozent, mindestens 0,5 g pro kgRest
      Gewicht halten1,0 bis 1,4 g (Minimum 0,8 g)30 ProzentRest
      Muskelaufbau1,6 bis 2,0 g25 bis 30 ProzentRest
      Ausdauersport1,2 bis 1,6 g20 bis 25 ProzentRest, oft 5 bis 7 g pro kg

      Brennwerte pro Gramm:

      • Protein: 4 kcal
      • Kohlenhydrate: 4 kcal
      • Fett: 9 kcal
      • Alkohol: 7 kcal
      • Ballaststoffe: 2 kcal

      Pro Mahlzeit regen 0,3 bis 0,4 g Protein pro kg den Muskelaufbau an. Bei 75 kg und 120 g Tagesprotein sind das 40 g bei drei Mahlzeiten, 30 g bei vier und 24 g bei fünf Mahlzeiten.

      Ergebnis im Alltag prüfen und Kalorienbedarf anpassen

      Jede Formel schätzt. Ob die Zahl stimmt, zeigt erst der Gewichtsverlauf.

      1. Zwei bis drei Wochen nach den Zielkalorien essen und die Zufuhr möglichst genau erfassen.
      2. Mehrmals pro Woche zur gleichen Zeit wiegen, morgens nach dem Toilettengang, und die Wochenmittel vergleichen statt einzelner Tage.
      3. Verändert sich das Wochenmittel nicht wie geplant, die Zufuhr um 100 bis 200 kcal anpassen und wieder zwei Wochen beobachten.
      4. Nach je 5 kg Gewichtsänderung, einem neuen Job oder einem geänderten Training den Bedarf neu berechnen.

      Maßgeblich ist der Wochendurchschnitt der Kalorien, nicht der einzelne Tag: Ein Abend mit 600 kcal mehr lässt sich mit je 200 kcal weniger an drei Folgetagen ausgleichen.

      Was den Kalorienbedarf zusätzlich verändert: Muskelmasse, Alter, Hormone und Medikamente

      • Muskelmasse: Muskelgewebe verbraucht in Ruhe etwa 13 kcal pro kg und Tag, Fettgewebe 4 bis 5 kcal. 5 kg mehr Muskeln erhöhen den Grundumsatz um rund 65 kcal.
      • Alter: Ab dem jungen Erwachsenenalter sinkt der Grundumsatz langsam, vor allem durch Muskelabbau und weniger Bewegung.
      • Schilddrüse: Eine Überfunktion erhöht den Verbrauch deutlich, eine unbehandelte Unterfunktion senkt ihn.
      • Medikamente: Kortison, Betablocker, manche Antidepressiva und Neuroleptika verändern Verbrauch oder Appetit.
      • Fieber und Krankheit: Pro Grad Fieber steigt der Grundumsatz um etwa 10 bis 13 Prozent; Verletzungen und Entzündungen erhöhen ihn ebenfalls.
      • Schlafmangel: Er verstärkt den Appetit über die Hunger- und Sättigungshormone und erschwert den Muskelerhalt.
      • Kälte und Hitze: Wärmeregulation kostet zusätzliche Energie, im Alltag mit Heizung und Kleidung meist nur wenig.
      • Lange Diäten: Nach monatelangem Defizit liegt der Verbrauch oft 50 bis 150 kcal unter dem Wert, den die Formel für das neue Gewicht angibt.

      Häufige Fragen zum Kalorienbedarf

      Wie viele Kalorien braucht eine Frau, wie viele ein Mann am Tag?

      Frauen zwischen 25 und 51 Jahren mit Bürojob brauchen nach DGE etwa 1.800 kcal, Männer etwa 2.300 kcal. Mit mehr Bewegung, höherem Gewicht oder mehr Muskelmasse liegt der Bedarf um mehrere hundert kcal höher.

      Warum zeigt jeder Kalorienrechner einen anderen Wert?

      Rechner nutzen verschiedene Formeln, beschreiben die Aktivitätsstufen anders und zählen Sport unterschiedlich. Abweichungen von 100 bis 300 kcal sind normal; die Formeln im Detail vergleicht die Seite Grundumsatz berechnen.

      Darf man unter dem Grundumsatz essen?

      Dauerhaft nicht ohne ärztliche Begleitung. Ein so großes Defizit kostet mehr Muskelmasse, verstärkt Hunger und senkt den Verbrauch; Spielraum entsteht besser über mehr Bewegung. Die Untergrenze erklärt die Seite Kaloriendefizit berechnen.

      Soll man die beim Sport verbrannten Kalorien zusätzlich essen?

      Nur, wenn der Sport nicht schon im PAL-Wert steckt. Im Rechner wird er getrennt erfasst und ist in den Zielkalorien bereits enthalten; die Anzeige der Uhr kommt nicht noch einmal dazu.

      Braucht man an Trainingstagen mehr Kalorien?

      Ja, aber für das Gewicht zählt nur der Wochendurchschnitt. Man kann jeden Tag gleich viel essen oder die Trainingskalorien auf die Trainingstage legen; beide Varianten zeigt die Seite Kalorienverbrauch berechnen.

      Wie genau sind Fitnesstracker?

      Beim Kalorienverbrauch ungenau. Schritte und Puls messen sie gut, den Sportverbrauch überschätzen sie oft um 20 bis 40 Prozent, weil sie ihn aus Puls und Bewegung schätzen.

      Wie rechnet man kcal in kJ um?

      kcal mal 4,184 ergibt kJ, kJ mal 0,239 ergibt kcal. 2.000 kcal entsprechen also 8.368 kJ.

      Wie oft sollte man den Kalorienbedarf neu berechnen?

      Nach je 5 kg Gewichtsänderung und bei jeder Änderung von Beruf, Alltag oder Training. Dazwischen genügt es, die Zufuhr alle zwei bis drei Wochen am Wochenmittel des Gewichts zu prüfen.

      Warum nimmt man trotz Defizit nicht ab?

      Meist ist das Defizit kleiner als gedacht: Öl, Getränke und Snacks fehlen im Protokoll, das Wochenende gleicht aus oder der PAL ist zu hoch gewählt. Wassereinlagerungen können Fettverlust zudem zwei bis drei Wochen lang verdecken; die Ursachen ordnet die Seite Kaloriendefizit berechnen.

      Wann wird Kalorienzählen ungesund?

      Wenn es Angst, Schuldgefühle oder Zwang auslöst oder man Essen mit anderen meidet. Dann ist professionelle Hilfe sinnvoll; die Warnzeichen beschreibt die Seite Kalorien zählen.